Sommertheater im Kasernenhof

Sommertheater im Kasernenhof Foto: Marlies Gross

 

Groß ist am Staatstheater Cottbus die Freude über die lange erhofften und nun bevorstehenden Lockerungen für den Veranstaltungsbetrieb. Derzeit bereiten die Künstler*innen und Mitarbeiter*innen ein abwechslungsreiches Open-Air-Programm auf dem Hof der Cottbuser Alvensleben-Kaserne vor. Die große Freilichtbühne ist auf dem Hofgelände bereits aufgebaut. Gespielt wird vom 11. Juni bis 8. Juli 2021. Es gibt ein gastronomisches Angebot. Die zum Zeitpunkt der Veranstaltung geltenden Hygienebestimmungen werden kurzfristig bekannt gegeben.

 

Von Musikrevue über Hofkonzert bis Ballett

Die Hits des Opernrepertoires sind in der humoristischen Musikrevue „Der Tenor ist tot“ versammelt. In der rasanten Kriminalgeschichte nimmt ein dynamisches Ermittler*innen-Duo die Solist*innen des Musiktheaters ins Verhör. Mit GMD Alexander Merzyn am Pult begleitet das Philharmonische Orchester diesen unterhaltsamen Opernabend mit Tatort-Komponente.

Freudentänze dürfte bei den Ballettfans die Nachricht auslösen, dass die gefeierte Tanz-Version von Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ in der Choreografie von Jason Sabrou und Ballettdirektor Dirk Neumann nochmals zu erleben ist.  Aus Schabernack entfesselt Kobold Puck mithilfe eines Liebeszaubersaftes ein freizügiges Verwirrspiel, das bald außer Kontrolle gerät.

Im Hofkonzert „Französische Helden“ präsentieren GMD Alexander Merzyn und das Philharmonische Orchester bedeutende Werke der klassischen Musik. Es erklingen Beethovens 3. Sinfonie „Eroica“ und „Le tombeau de Couperin“ von Maurice Ravel, zwei Kompositionen, die die Macht der Musik auf besondere Weise zelebrieren. 

 

Weitere Vorstellungen sind in Planung, unter anderem die Aufführung von „Carmina Burana“ unter der musikalischen Leitung von Christian Möbius: ein fulminantes Open-Air-Ereignis mit Solist*innen, Opernchor, Kinder- und Jugendchor, Sinfonischem Chor der Singakademie Cottbus e. V. und Philharmonischem Orchester.

 

Nähere Informationen zu den einzelnen Programmen des Sommertheaters und die Vorstellungstermine sind ab 1. Juni 2021 unter www.staatstheater-cottbus.de und in den Social Media zu finden. Karten für die Veranstaltungen werden 20 Euro (ermäßigt 10 Euro) kosten und im Besucherservice und online erhältlich sein. Für die „Carmina Burana“ werden nur Reservierungen entgegengenommen. 

 

Besucherservice öffnet für den Publikumsverkehr

Der Besucherservice ist ab 1. Juni 2021 wieder für den Publikumsverkehr geöffnet oder telefonisch erreichbar unter +49 355 7824 242. Kartenkäufe und Reservierungen sind möglich zu den Öffnungszeiten: Montag und Samstag von 11-14 Uhr sowie Dienstag bis Freitag 11-18 Uhr.

 

Kein regulärer Spielplan im Juni und Juli im Großen Haus

Die bisher für den Juni und Juli im Großen Haus geplanten Veranstaltungen werden nicht stattfinden. Eintrittskarten, die im Besucherservice oder im Webshop des Theaters erworben wurden, werden erstattet. Auf der Website steht ein Formular zum Download zur Verfügung, das ausgefüllt an den Besucherservice des Staatstheaters Cottbus, Schillerplatz 1, 03046 Cottbus, gesendet werden kann. Es kann auch eine E-Mail mit den erforderlichen Buchungsangaben (Veranstaltungsdatum/-name, Auftragsnummer, Name und Adresse) an service@staatstheater-cottbus.de geschickt werden. Eine Rückgabe der gekauften Karten ist bis zum 9. Juli 2021 möglich.

Langes Theaterwochenende im Großen Haus | Philharmonisches Konzert + zwei Premieren - 18. bis 20. Juni

Vorhang auf!

Langes Theaterwochenende im Großen Haus

 

Das Staatstheater Cottbus freut sich darauf, noch einmal in dieser Saison die Türen des Großen Hauses öffnen zu können. Nachdem am 11. Juni 2021 im Hof der Alvensleben-Kaserne der Spielbetrieb erstmal unter freiem Himmel beginnt, folgt eine Woche später, vom 18. bis 20. Juni 2021, ein langes Wochenende im Großen Haus. Auf dem Programm stehen ein Philharmonisches Konzert und zwei Premieren.

 

8. Philharmonisches Konzert – Bruckners 8. Sinfonie

Generalmusikdirektor Alexander Merzyn und das Philharmonische Orchester widmen sich am Freitag, 18. Juni 2021, 20 Uhr, im 8. Philharmonischen Konzert einem Giganten der Konzertliteratur: der 8. Sinfonie von Anton Bruckner. Fulminant eröffneten die Musiker*innen mit ihr vor wenigen Tagen schon die diesjährigen Brandenburgischen Sommerkonzerte.

Niemand ist seinem Publikum sinfonisch jemals wieder mit einer derartigen Wucht zu Leibe gerückt wie der Komponist aus Oberösterreich. Nach einer Durststrecke mit coronabedingt reduzierten Besetzungen atmet das Orchester mit diesem Werk wieder durch. Die 8. Sinfonie ist fast anderthalb Stunden reiner Klangrausch mit insgesamt 82 Musiker*innen und Dirigent.

 

Die lustige Witwe – Operette von Franz Lehár

Am Samstag, 19. Juni 2021, 19.30 Uhr, kommt die in diesem Frühjahr während des Lockdowns entstandene Inszenierung „Die lustige Witwe“ zur Premiere. Franz Lehárs Operette gilt als das meistgespielte Werk seines Genres. Viele musikalische Nummern wurden zu regelrechten Gassenhauern: „Da geh ich ins Maxim“, „Lippen schweigen“ und das „Viljalied“ sind nur eine kleine Auswahl.

Die musikalische Leitung hat der 1. Kapellmeister Johannes Zurl, der mit dem Philharmonischen Orchester in einer Kammerfassung musiziert. Entsprechend der während der Probenzeit geltenden Vorschriften wurde die Inszenierung mit größeren Abständen zwischen den Sänger*innen erarbeitet, auch der Opernchor wirkt in solistischer Form mit.

Regisseur Felix Seiler ist im Bereich Musical und Operette einer der gefragtesten Theatermacher seiner Generation. Die Titelrolle interpretiert zur Premiere die Sopranistin Sophie Klußmann, die sich als Konzert- und Opernsängerin bereits auf internationalen Bühnen einen Namen gemacht hat. Mit ihrem Rollendebüt wird sie erstmals am Staatstheater Cottbus zu erleben sein. Vom hauseigenen Ensemble gibt es hier einige neue Stimmen kennenzulernen: der junge ungarische Bariton Dániel Foki, der bis zur Spielzeit 2019.20 dem Opernstudio der Komischen Oper in Berlin angehörte, verkörpert die Rolle des Grafen Danilo. Die Britin Georgina Melville, die zuvor schon an der Bayerischen Staatsoper und der Dresdner Semperoper debütierte, ist zur Premiere als Valencienne zu sehen und zu hören.

 

Shakespeares Sonette – Ballett von Jörg Mannes

Das Ballett bringt am Sonntag, 20. Juni 2021, 19.00 Uhr, „Shakespeares Sonette“ zur Uraufführung. In der Choreografie von Jörg Mannes interpretieren die Tänzer*innen die wohl mysteriösesten Gedichte der Weltliteratur zur Musik des deutsch-iranischen Komponisten Arash Safaian und von Nils Frahm. Die Erstausgabe der berühmten Liebespoeme erschien im Jahr 1609, als in London wieder einmal die Pest wütete und auch die Theatermacher ins „Homeoffice“ gezwungen waren.

In dieser Inszenierung, die im Zeichen der Pandemie entstand, arbeitet Jörg Mannes stark mit modernster Videotechnik. Dabei setzt er das Video nicht nur unterstützend, sondern als eigenständige, meisterhaft beherrschte Kunstform ein. Mal abstrakt, mal sehr konkret, definiert das Video die Räume und die Stimmungen, greift mitunter in die Tanzhandlung ein und wird so zum vollwertigen Partner der Tänzer*innen auf der Bühne. Möglich macht das die verbesserte Videotechnik am Staatstheater, die in letzter Zeit durch zwei neue lichtstarke Beamer verstärkt wurde, so dass in dieser Inszenierung insgesamt vier Beamer zum Einsatz kommen. 

 

Karten

Der Kartenverkauf beginnt am Mittwoch, 9. Juni 2021, 11 Uhr, im Besucherservice und online. Der Besucherservice ist für den Publikumsverkehr geöffnet bzw. telefonisch erreichbar unter +49 355 7824 242. Die Öffnungszeiten sind Montag und Samstag von 11-14 Uhr sowie Dienstag bis Freitag 11-18 Uhr.

www.staatstheater-cottbus.de

 

Hinweise für den Vorstellungsbesuch

Es wird darum gebeten, sich über die für den Besuch geltenden aktuellen Hygienebestimmungen vor dem Veranstaltungsbeginn unter www.staatstheater-cottbus.de oder im Besucherservice zu informieren.